Rückbildung und Beckenboden: Der sanfte Wiedereinstieg nach der Geburt
Rückbildungsgymnastik stärkt Beckenboden, Tiefenmuskulatur und Bauchmuskel nach der Geburt. Am besten beginnen: sanfte Beckenbodenaktivierung ab Tag 1, geführte Rückbildungskurse ab Woche 6–8. Inkontinenz, Schweregefühl oder Schmerzen im Beckenboden: bitte zur Physiotherapeutin.
Was passiert mit dem Beckenboden bei der Geburt?
Der Beckenboden ist ein Muskel- und Bindegewebssystem, das während der Schwangerschaft durch das Gewicht des Babys gedehnt wird. Bei der Vaginalgeburt wird er zusätzlich gedehnt und kann Risse (Dammrisse) oder Nervendehnungen erleiden. Auch bei Kaiserschnitt ist der Beckenboden geschwächt – durch die monatelange Belastung in der Schwangerschaft.
Wann und wie beginne ich mit Rückbildungsübungen?
- Ab Tag 1: Bewusstes An- und Entspannen des Beckenbodens (3–5x täglich, je 10 Wiederholungen)
- Ab Woche 2–3: Atemübungen, leichte Bauchaktivierung im Liegen
- Ab Woche 6–8 (nach ärztlicher Freigabe): geführter Rückbildungskurs oder Physiotherapie
- Kurs oder Physiotherapie bevorzugen: Biofeedback hilft, den Beckenboden korrekt anzusteuern
Was bedeutet ein schwacher Beckenboden?
- Stressinkontinenz (Tropfen beim Husten, Niesen, Springen)
- Schweregefühl oder Druckgefühl im Unterleib
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Rückenschmerzen durch fehlende Stabilisierung
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