Schwangerschaftscholestase

Eine Schwangerschaftscholestase ist eine Lebererkrankung, bei der die Gallensäuren im Blut ansteigen; das Hauptsymptom ist starker Juckreiz, vor allem an Händen und Füßen, oft ohne Hautausschlag und nachts schlimmer. Sie tritt meist im dritten Trimester auf und kann ein Risiko für das Baby bedeuten. Deshalb solltest du bei starkem Juckreiz zügig ärztlich abklären lassen, damit die Gallensäuren bestimmt und die Schwangerschaft überwacht werden können.

Was eine Schwangerschaftscholestase ist

Bei einer Schwangerschaftscholestase ist der Gallenfluss in der Leber gestört, wodurch Gallensäuren ins Blut übergehen und ansteigen. Sie tritt typischerweise im letzten Schwangerschaftsdrittel auf. Nach der Geburt bildet sich die Cholestase in der Regel wieder zurück.

Die Erkrankung ist nicht durch etwas verursacht, das du falsch gemacht hast. Wichtig ist, sie zu erkennen und ärztlich begleiten zu lassen, weil erhöhte Gallensäuren ein Risiko für das ungeborene Baby bedeuten können.

Typische Symptome

  • Starker Juckreiz, besonders an Handinnenflächen und Fußsohlen.
  • Juckreiz oft ohne sichtbaren Hautausschlag.
  • Verstärkung des Juckreizes in der Nacht.
  • Manchmal dunkler Urin, heller Stuhl oder eine Gelbfärbung von Haut und Augen.
Starker Juckreiz an Händen und Füßen ohne Ausschlag ist ein wichtiges Warnzeichen. Warte damit nicht ab, sondern lass es zügig ärztlich abklären, damit die Gallensäuren bestimmt werden können.

Diagnose, Behandlung und Überwachung

Die Diagnose erfolgt über eine Blutuntersuchung, bei der die Gallensäuren und die Leberwerte bestimmt werden. Häufig wird zur Behandlung Ursodeoxycholsäure eingesetzt, die die Beschwerden lindern und die Werte verbessern kann. Zusätzlich werden die Gallensäuren und das Baby engmaschig kontrolliert.

Je nach Schwere und Verlauf kann ärztlich empfohlen werden, die Geburt etwas früher einzuleiten, um das Risiko für das Baby zu senken. Alle Entscheidungen zu Behandlung und Geburtszeitpunkt trifft dein Behandlungsteam individuell mit dir.

Nimm regelmäßige Kontrolltermine wahr und melde neue oder zunehmende Beschwerden umgehend. Eine gute Überwachung ist der wichtigste Schutz für dich und dein Baby.

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Häufige Fragen

Woran erkenne ich eine Schwangerschaftscholestase?
Das wichtigste Zeichen ist starker Juckreiz, vor allem an Handinnenflächen und Fußsohlen, oft ohne Hautausschlag und nachts schlimmer. Meist tritt er im dritten Trimester auf. Bei solchem Juckreiz solltest du zügig deine Ärztin aufsuchen.
Ist Juckreiz in der Schwangerschaft immer gefährlich?
Leichter Juckreiz durch die gespannte Haut ist häufig und meist harmlos. Starker Juckreiz an Händen und Füßen, besonders ohne Ausschlag, kann aber auf eine Cholestase hinweisen und sollte ärztlich mit einer Blutuntersuchung abgeklärt werden.
Wie wird eine Schwangerschaftscholestase behandelt?
Häufig wird Ursodeoxycholsäure eingesetzt, um Beschwerden und Werte zu bessern. Zusätzlich werden Gallensäuren und Baby engmaschig überwacht. Je nach Verlauf kann ärztlich eine etwas frühere Geburt empfohlen werden.
Ist die Cholestase gefährlich für mein Baby?
Erhöhte Gallensäuren können ein Risiko für das Baby bedeuten. Genau deshalb sind eine rasche Abklärung, regelmäßige Kontrollen und eine engmaschige Überwachung so wichtig. Dein Behandlungsteam legt das Vorgehen individuell fest.
Verschwindet die Cholestase nach der Geburt wieder?
In der Regel bilden sich die Beschwerden und die erhöhten Werte nach der Geburt zurück. Deine Ärztin kann die Werte nach der Geburt kontrollieren, um das zu bestätigen, und dich zu späteren Schwangerschaften beraten.
Was kann ich selbst gegen den Juckreiz tun?
Kühlende, rückfettende Pflege, lockere Kleidung und kühle Räume können den Juckreiz etwas lindern. Sie ersetzen aber nicht die ärztliche Abklärung: Bei starkem Juckreiz lass die Gallensäuren zügig bestimmen.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder geburtshilfliche Beratung. Jede Schwangerschaft ist individuell. Bei Beschwerden, Warnzeichen oder Unsicherheiten wende dich bitte immer an deine Ärztin, deinen Arzt oder deine Hebamme.

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